IV - ÖKOLOGIE
1. Im Umgang mit der Natur soll besondere Sorgfalt auf die Umstellung auf naturnahe und erneuerbare Ressourcen gelegt werden; auf den Schutz der von der Ausrottung bedrohten Tier- und Pflanzenarten; auf Regulierung des Mineralabbaus und anderer Eingriffe in den Naturhaushalt; die Bekämpfung und Kontrolle von Verschmutzern durch eine Reharmonisierung des Stadt - Land - Verhältnisses und deutlicher Entflechtung von städtischen Ballungsräumen (Lisboa-Setubal, Porto, Coimbra) zum Vorteil der Kleinstädte und des dörflichen Lebens; schließlich auf eine Entwicklung in Richtung sozialer Konsum- und Arbeitsmodelle.
2. Im einzelnen soll die Forschung und Entwicklung sauberer und erneuerbarer Energiequellen vorangetrieben werden. Sie sollen dezentral und technologisch flexibel ausgerichtet sein (Nutzbarmachung von Müll und Kompost, Sonne, Wind, Küstengewässer, etc.).
3. Schnellste Maßnahmen zur Verhütung der ärgsten Schäden, die durch heutige Produktionsformen und gigantische Projekte verursacht wurden, wie etwa eine Zellulosefabrik, Chemieanlagen (in Sines, Alqueva, etc.) ... Verbot jeglicher „Nuklearoption” und Kampf gegen benachbarte nukleare Einrichtungen (spanische Anlagen, atlantische Mülldeponien, Materialtransit, etc.).
4. Erforschung neuer und nicht (oder wenig) belastender Technologien, die gegen die extreme Arbeitsteilung und tayloristische Rationalisierung in fast allen Industriezweigen gerichtet ist. Hilfe zur Wiedererrichtung und Entwicklung kunsthandwerklicher Werkstätten und überschaubaren Produktionseinheiten.
5. Hilfe zur Entwicklung biologischer Landwirtschaft statt dem heutigen „industriellen” Weg. Kontrolle und Begrenzung der benutzten chemischen Stoffe, wie etwa Dünger, Pflanzenschutzmittel oder Konservantien. Strenge Lebensmittelqualitätskontrollen.
6. Wissenschaftliche Information für den Konsumenten und Benutzer aufbauend auf dem heutigen Stand.
7. Absolute Priorität für Massenverkehrsmittel in den Städten (vor allem für nicht-verschmutzende) . Die städtischen Zentren sollten vor allem für Privatautos gesperrt sein. Wege für Fußgänger und Radfahrer in Hülle und Fülle.
8. Verlegung des Flughafens von Lisboa ausserhalb der Stadt.
9. Kampf gegen die Lärmentwicklung in städtisch-industriellen Räumen. Erhaltung der städtischen Grünzonen und Schaffung neuer. Kampf gegen die Segregation (Absonderung einer Menschengruppe aus gesellschaftlichen, eigentumsrechtlichen oder räumlichen Gründen) des städtischen Raumes, um das „Stadtteilleben” zu erhalten, durch die Föderung gemischter Nutzung (Produktion, Wohnen, Dienstleistungen, Versorgung, Handel, Kultur und Entspannung).
10.Schaffung eines öffentlichen Rettungsdienstes, der mit den wichtigsten Hilfsmitteln (wie Helikoptern, Ambulanzen, Schiffen) ausgestattet ist, um Naturkatastrophen einzudämmen (Brände, überschwemmungen, Unwetter, Erdbeben, etc.) . Er soll auf professionelle Weise das Netz der freiwilligen Gemeindehelfer ergänzen - deren Aktivität nun ebenfalls gefördert werden soll.
11.Erweiterung der Schutzbestimmungen und der Anzahl der Naturparks und Reservate (Peneda-Geres, Estrela, Lousa, Aire, Ria de Aveiro, Obidos, Sintra,Arrabida, Estuarios de Tejo e Sado, Berlenga, etc.) als geeignete und selbstverantwortliche Einrichtungen dieser Gebiete.
12.In ähnlicher Weise Schaffung von ökologie-Instituten wie etwa regionale oder überregionale öffentliche Dienste, die für die Erhaltung und Nutzung der Hauptströme, Meereszonen und der Luft verantwortlich sind. An diesen Institutionen sollten Delegierte der benachbarten spanischen Regionen teilnehmen, für den Fall, daß internationale oder bilaterale Auswege gefunden werden müssen (etwa die Überwachung des Flusses Douro würde die portugiesischen Gebiete Entre Douro e Minho, Tras os Montes und Castela, das bereits in Spanien liegt, betreffen; oder das Meer, die Südküste der Algarve wie auch Andalusien).
13.Kontrolle und öffentliche überwachung der Oberflächen- und Grundgewässer. Kampf gegen Versteppung, Ausdörrung und Bodenerosion in übereinstimmung mit einem harmonischen Stadt-Land-Gleichgewicht.